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Rechtsirrtümer: Wenn ein Urlaubsantrag eingereicht ist und man nichts hört, ist der Antrag genehmigt


Hier handelt es sich um einen verbreiteten Irrtum:

 

Damit ein Arbeitnehmer in Urlaub gehen kann, muss der Urlaubsantrag zuvor genehmigt worden sein. Eine mündliche Genehmigung reicht aus, kann jedoch zu Beweisschwierigkeiten führen.

 

Äußert sich der Arbeitgeber nicht zum Urlaubsantrag, ist er grundsätzlich nicht genehmigt. Denn Schweigen ist keine Willenserklärung (=Genehmigung).

 

Allenfalls dann, wenn es im Betrieb üblich ist, dass der Urlaubsantrag dann, wenn man eine bestimmte Zeit nichts gehört hat, als genehmigt gilt, kann von einer Genehmigung durch Schweigen (=betriebliche Übung) ausgegangen werden. Beweispflichtig für diesen Umstand ist jedoch der Arbeitnehmer.

 

Wer also ohne Genehmigung in Urlaub geht riskiert seine Kündigung.

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