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Arbeitslosmeldung hat immer persönlich zu erfolgen – Telefonisch reicht nicht aus


Eine Arbeitslosmeldung muss nach dem Gesetzeswortlaut persönlich erfolgen, was bedeutet, dass der Meldepflichtige in eigener Person bei der Arbeitsagentur erscheinen muss. Ein Telefonanruf genügt somit nicht für eine persönliche Arbeitslosmeldung.

Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 17.08.2014 – L 3 AL 1/13 B PKH

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Bordell-Job für Arbeitslose – zumutbar ?


Nachdem einer 19 jährigen Arbeitslosen ein Job in einem Bordell angeboten wurde, war der Aufschrei der Empörung groß.

Es stellt sich die Frage, ob die Agentur für Arbeit einen solchen Job vermitteln darf.

Die Antwort lautet: JA

Denn die Prostitution ist nicht verboten sondern stellt zwischzenzeitlich einen legalen Job dar. Doch Vorsicht: Vorliegend sollte die junge Frau nicht der Prostitution nachgehen sondern dort als Servicekraft hinter der Theke arbeiten.

Ob man einem solchen Vermittlungsangebot jedoch nachkommen muss, ist stets eine Frage der Zumutbarkeit.

Also keine Angst, wenn die Agentur für Arbeit demnächst Prostitutionsarbeitsplätze vermittelt. Dies ist zwar legal, doch dürften sich gute Argumente finden, warum man diesem Vermittlungsangebot nicht nachkommen muss – wenn man daran keinen Gefallen hat.

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