Befristung zur Vertretung eines Anderen


Nach § 14 Abs. 1 Nr. 3 TzBfG liegt ein sachlicher Grund für eine Befristung vor, wenn der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird. Typischer Fall hierfür ist die Elternzeitvertretung.

Was aber, wenn der Vertreter eine andere Tätigkeit ausübt als der Vertretene ?

Eine unmittelbare Vertretung ist nach BAG nicht erforderlich. Ausreichend ist, wenn  der Arbeitgeber rechtlich und tatsächlich in der Lage wäre, dem vorübergehend abwesenden Arbeitnehmer im Falle seiner Anwesenheit die dem Verteter zugewiesene Arbeit zu übertragen. Hierfür reicht eine gedankliche Zuordnung seitens des Arbeitgebers aus. Auf eine tatsächliche Umverteilung der Aufgaben kommt es nicht an.

 

BAG vom 11.02.2015, 7 AZR 113/13

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Eingeordnet unter Befristung, Elternzeitvertretung

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