Mindestlohn bei Bereitschaftsdienst bzw. Rufbereitschaft


Der Unterschied zwischen Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft ist folgender:

Bereitschaftsdienst:

Hier hält sich der Arbeitnehmer an einem vom Arbeitgeber vorgegebenen Ort auf. Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit.

Rufbereitschaft:

Hier ist der Arbeitnehmer frei in der Wahl des Aufenthaltsorts. Hier ist Arbeitszeit lediglich die Zeit des tatsächlichen Einsatzes.

 

Bei Bereitschaftsdienst hat der EuGH hat zwar Aussagen zur arbeitszeitrechtlichen Dimension getroffen, nicht hingegen zur Frage der Vergütung. Das bedeutet, dass der Lohn bislang geringer sein durfte, als der normale Stundenlohn.

Aufgrund des MiLoG sind jedoch auch hier nun zukünftig (seit dem 01.01.2015) mindestens 8,50 EUR brutto pro Stunde des Bereitschaftsdienstes zu bezahlen, da Bereitschaftsdienst Arbeitszeit darstellt und § 1 Abs. 2 S. 1 MiLoG auf die Zeitstunde abstellt, die zu vergüten ist. Diese Regelung ist unabdingbar und darf nicht unterschritten werden.

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Eingeordnet unter Bereitschaftsdienst/Rufbereitschaft, Mindestlohn (MiLoG)

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