Erwähnung von Fehlzeiten in einem Arbeitszeugnis


Grundsätzlich können Ausfallzeiten in einem Arbeitszeugnis genannt werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass sich die  Ausfallzeiten für den Arbeitgeber negativ ausgewirkt haben. Ist dies nicht der Fall, sind solche Formulierungen unzulässig.

Vorliegend ging es um Fehlzeiten wegen Elternzeit.

 

Die Entscheidung des ArbG:

Zwar könnten grundsätzlich Ausfallzeiten in einem Zeugnis genannt werden. In Einzelfällen könnte dies aber den Arbeitnehmer unangemessen benachteiligen. Bei der Prüfung seien auch die Dauer der Ausfallzeiten im Vergleich zur Dauer des Arbeitsverhältnisses und die rechtlichen Grundlagen der Ausfallzeiten zu berücksichtigen.

Bei dem vorliegenden Zeugnis könne der Leser einen negativen Eindruck von der Frau bekommen. Die Erwähnung der Ausfallzeiten direkt im zweiten Absatz des Zeugnisses könne den Eindruck erwecken, dass sich dies für den Arbeitgeber negativ ausgewirkt hätte. Dies sei hier nicht der Fall gewesen, daher seien diese Formulierungen zu streichen.

 

ArbG Köln, Urteil vom 03.04.2014 – 6 Ca 8751/12

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Eingeordnet unter Arbeitszeugnis, Individualarbeitsrecht

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