Arbeitszeugnis – Schulnote drei als Mittel


Entgegen der Hoffung vieler Arbeitnehmer/innen hält das BAG an seiner Rechtsprechung fest, dass einem Arbeitnehmer im Arbeitszeugnis nur die Schulnote drei als Mittel zusteht. Begehrt der Arbeitnehmer ein besseres Arbeitszeugnis, so liegt es an ihm, seine überdurchschnittliche Leistungen etc. zu beweisen.

 

Das BAG ließ sich auch nicht von der Lebenswirklichkeit, wonach für gewöhnlich Arbeitszeugnisse in der Regel mit der Schulnote zwei und besser versehen sind, beeindrucken.
Es führt hierzu insbesondere aus:

„Im Übrigen lassen sich den Studien Tatsachen, die den Schluss darauf zulassen, dass neun von zehn Arbeitnehmern gute oder sehr gute Leistungen erbringen, nicht entnehmen. Damit kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Gefälligkeitszeugnisse in die Untersuchungen eingegangen sind, die dem Wahrheitsgebot des Zeugnisrechts nicht entsprechen. Der Zeugnisanspruch nach § 109 Abs. 1 Satz 3 GewO richtet sich auf ein inhaltlich „wahres“ Zeugnis. Das umfasst auch die Schlussnote. Ein Zeugnis muss auch nur im Rahmen der Wahrheit wohlwollend sein.“

Quelle: PM BAG Urteil vom 18. November 2014 – 9 AZR 584/13 –

Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg
Urteil vom 21. März 2013 – 18 Sa 2133/12 –

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Eingeordnet unter Arbeitszeugnis, Individualarbeitsrecht

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