Benachteiligung einer Stellenbewerberin wegen ihres Übergewichts ?


Eine Stellenbewerberin hat auf mindestens 30.000 Euro Entschädigung geklagt, da sie ihrer Auffassung wegen vermeintlichen Übergewichts und damit wegen einer angenommenen Behinderung im Sinne des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) benachteiligt worden sei

Zu Unrecht, so das ArbG Darmstadt.

Es liegt keine Diskriminierung wegen einer Behinderung im nationalen/unionsrechtlichen Sinne vor. Die Klägerin ist unstreitig nicht behindert und auch tatsächlich nicht so übergewichtig, dass eine Behinderung im nationalen/unionsrechtlichen Sinne in Betracht käme.

Es liegt auch kein widerrechtlicher Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Klägerin vor. Es steht nicht zur Überzeugung des Gerichtes fest, dass die Klägerin in erster Linie wegen ihres vermeintlichen Übergewichtes nicht eingestellt worden ist. Hiergegen spricht bereits der Umstand, dass die Klägerin zunächst zu einem zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen wurde.

ArbG Darmstadt, Entscheidung vom 12.06.2014

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Eingeordnet unter AGG, Individualarbeitsrecht, Rechtsirrtümer

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