„Leck mich am Arsch“ = fristlose Kündigung ?


Ob der Ausspruch „Leck mich am Arsch“ eine fristlose Kündigung rechtfertigt hängt dem Anschein nach davon ab, wo die Aussage getroffen wird:

Wer zu seinem Chef mit den Worten „ich mache keine Überstunden, leck mich am Arsch“ oder „Chef, Arsch lecken, ich hab keine Zeit“ beleidigt, muss mit einer fristlosen Kündigung wegen Beleidigung des Arbeitgebers rechnen (LAG RLP, Urteil, Az. 6 Sa 143/07).

In Hamburg war man etwas milder gestimmt, denn da äußerte ein Arbeitnehmer zu seiner Vorgesetzten „Klei mi ann Mors“. Dies ist plattdeutsch und bedeutet auf Hochdeutsch: „Kratz mich am Hintern“. Hier irrte zwar der Arbeitgeber, dass „Klei mi ann Mors“ mit: „Leck mich am Arsch“ zu übersetzen sei. Gleichwohl sei die Äußerung des Angestellten ungehörig, denn sie sei unhöflich, insbesondere einer Frau gegenüber. Das Gericht sah eine fristlose Kündigung aber als nicht gerechtfertigt (ArbG Hamburg, Urteil, AZ. 21 Ca 490/08).

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Eingeordnet unter Fristlose Kündigung, Individualarbeitsrecht

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