Arbeitgeber kann zur behindertengerechten Umgestaltung der Arbeitsorganisation verpflichtet sein


Um eine behinderungsgerechte Beschäftigung zu ermöglichen, ist der Arbeitgeber nach dem SGB IX auch zu einer Umgestaltung der Arbeitsorganisation verpflichtet. Ein schwerbehinderte Arbeitnehmer kann auch verlangen, dass er nur mit leichteren Arbeiten beschäftigt wird, sofern im Betrieb die Möglichkeit zu einer solchen Aufgabenumverteilung besteht. Dazu muss der Arbeitgeber den Arbeitsablauf so umorganisieren, dass der Arbeitnehmer aus verschiedenen Aufträgen nur die leichteren (hier: nicht über 10 Kg) zugeteilt bekommt. Wirtschaftliche Erwägungen greifen hingegen erst durch, wenn das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung stark beeinträchtigt ist. Grundsätzlich kann davon erst gesprochen werden, wenn eine langfristige Unterschreitung der Durchschnittsleistung um mehr als ein Drittel feststellbar ist.

Urteil des LAG Hessen vom 21.03.2013, Az.: 5 Sa 842/11

 

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Eingeordnet unter Individualarbeitsrecht, Schwerbehinderung

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