Schmerzensgeldanspruch wegen Mobbings bei Geltendmachung erst zwei Jahre nach letzter Verletzungshandlung ist verwirkt


Hat ein Arbeitnehmer mit der gegen seinen früheren Arbeitgeber wegen Mobbings annähernd zwei Jahre nach der behaupteten letzten Verletzungshandlung gewartet, ist von Verwirkung des Rechts auszugehen. In einem solchen Fall missachtet er in gegen Treu und Glauben verstoßender Weise gegen die Interessen des Arbeitgebers, mit Schmerzensgeldansprüchen nicht mehr in Anspruch genommen zu werden. Entscheidend für die Geltendmachung von „Mobbingansprüchen“ ist die Darlegung und der Beweis konkreter Verletzungshandlungen sowie ein systematisches Vorgehen. Nach einem solchen Zeitraum ist das Erinnerungsvermögen an einzelne Äußerungen und Verhaltensweisen in der Regel schon längst verblasst, sodass der Arbeitgeber nicht mit einer Konfrontation und Inanspruchnahme rechnen muss.

Urteil des LAG Nürnberg vom 25.07.2013, Az.: 5 Sa 525/11

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Eingeordnet unter Individualarbeitsrecht, Mobbing

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