Urlaubsdauer bei Wechsel von Vollzeit- in Teilzeittätigkeit


Nach der Tirolentscheidnug hat der EuGH am 13.06.2013, C-415/12 eine neue Entscheidung getroffen, was mit Urlaubsansprüchen passiert, wenn ein Arbeitnehmer unterjährig seine Arbeitszeit verkürzt.

In diesen Fällen bleibt der erworbene Urlaubsanspruch vor der Reduzierung 1 : 1 bestehen.

 

Dies kann dann zu der skurrilen Folge führen, dass ein Arbeitnehmer nach seinem Wechsel das restliche Jahr überhaupt nicht mehr arbeiten muss.

 

Beispiel:
Arbeitnehmer hat 30 Tage Urlaub im Jahr bei einer 5 Tage Woche.

Ab dem 1. September arbeitet er nur noch einen Tag in der Woche.

Bis Ende August hat der Arbeitnehmer insgesamt 20 Tage Urlaub erdient. Diese gehen 1 : 1 über, so dass der Arbeitnehmer die restlichen 4 Monate, an denen er grob nur noch 16 Tage arbeiten muss, überhaupt nicht mehr arbeiten wird.

 

 

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Eingeordnet unter Individualarbeitsrecht, Teilzeit, Urlaub

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