Arbeitgeber muss im Prozess über betriebsbedingte Kündigung bestimmte Angaben über die Erledigung der Arbeitsmenge machen


Dringende betriebliche Erfordernisse für eine betriebsbedingte Kündigung können sich aus innerbetrieblichen oder außerbetrieblichen Gründen ergeben. Läuft die unternehmerische Entscheidung beispielsweise auf den Abbau einer Hierarchieebene oder die Streichung eines einzelnen Arbeitsplatzes hinaus verbunden mit der Umverteilung der den betroffenen Arbeitnehmer bisher zugewiesenen Aufgaben, muss der Arbeitgeber konkret erläutern, in welchem Umfang oder aufgrund welcher Maßnahmen die bisher vom gekündigten Arbeitnehmer ausgeübten Tätigkeiten für diesen zukünftig entfallen. Es ist zudem eine substantiierte, konkrete, quantifizierte Darlegung des Arbeitgebers erforderlich, die für den klagenden Arbeitnehmer konkret einlassungsfähig ist und anhand deren das Gericht erkennen kann, dass die zu prognostizierende Arbeitsmenge mit dem verbliebenen Personal ohne überobligatorische Leistungen erledigt werden kann, und zwar „nachhaltig“ und „auf Dauer“.

 

LAG Köln vom 03.05.2013, Az.: 4 Sa 1063/12

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Betriebsbedingte Kündigung, Individualarbeitsrecht, Kündigung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s