Arbeitsverhältnis endet in aller Regel mit Begründung eines Geschäftsführer-Dienstvertrages


Auch das Arbeitsverhältnis eines sogenannten Fremdgeschäftsführers endet in der Regel mit der Begründung des Geschäftsführer-Dienstvertrages. Dass gilt jedenfalls dann, wenn die handelnde Person für die verschiedenen Gesellschaften identisch ist. Denn nach dem Willen der vertragsschließenden Parteien soll regelmäßig neben dem Dienstverhältnis nicht noch ein Arbeitsverhältnis ruhend fortbestehen. Dem Arbeitnehmer muss im Regelfall klar sein, dass er mit dem Abschluss eines Geschäftsführer-Dienstvertrags seinen Status als Arbeitnehmer aufgibt, wenn nichts anderes vereinbart wird. Die vertraglichen Beziehungen werden auf eine neue Grundlage gestellt, die bisherige Grundlage verliert ihre Bedeutung. Eine andere Auslegung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, für die zumindest deutliche Anhaltspunkte vorliegen müssen.

 

LAG Berlin-Brandenburg vom 05.04.2013, Az.: 10 Sa 2341/12

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Eingeordnet unter Individualarbeitsrecht, Kündigung

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