Tätlichkeit unter Kollegen kann zur fristlosen Kündigung führen


Tätlichkeiten unter Arbeitnehmern können als wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses gelten und eine vorherige Abmahnung entbehrlich machen. Dies ist bei der gezielten Teilnahme an einer selbst initiierten gewalttätigen Auseinandersetzung der Fall; der Gesichtspunkt, wer den ersten Schlag oder Stich geführt hat, tritt dann in den Hintergrund. Dem Arbeitgeber ist selbst dann eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht bis zum Ablauf der Kündigungsfrist zumutbar, auch wenn es sich um ein sechs Jahre dauerndes beanstandungsfreies Arbeitsverhältnis handelt.

 

LAG Köln vom 06.11.2012,  11 Sa 412/12

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Eingeordnet unter Fristlose Kündigung, Individualarbeitsrecht, Kündigung

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