Überstunden: Anspruch auf Freizeitausgleich oder Abgeltung ?


Bei der Behandlung von Überstunden muss man zweierlei Dinge berücksichtigen:

1. Der Arbeitgeber hat dafür Sorge zu tragen, dass das ArbZG eingehalten wird. Demnach arf ein Arbeitnehmer innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten oder 24 Wochen täglich nicht mehr als 8 Stunden arbeiten.
Dies spricht für den Freizeitausgleich

2. Andererseits muss man aber auch bedenken, dass Arbeitnehmer welche Überstunden leisten, ihrem Arbeitgeber gedanklich erst einmal ein Darlehen hinsichtlich der angefallenen Lohnkosten geben.

Dies spricht für einen Abgeltungsanspruch.

Nun kommt es drauf an:

Ist im Arbeitsvertrag vereinbart, dass Überstunden vergütet werden, so kann der Arbeitgeber einseitig nicht mehr freistellen, BAG 18.09.2001, 9 AZR 307/00. Soll der Arbeitgeber die Freizeit anordnen können, so bedarf es hierzu der ausdrücklichen Vereinbarung.

 

Ein zweischneidiges Schwert, da der Arbeitgeber ja auch auf die Einhaltung des ArbZG achten muss, welches vorrangig den Freizeitausgleich kennt.

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Eingeordnet unter Überstunden, Individualarbeitsrecht

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