Befristeter Arbeitsvertrag und seine Verlängerung


Grundsätzlich ist die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. In diesem zeitlichen Rahmen kann das befristete Arbeitsverhältnis bis zu dreimal verlängert werden. Voraussetzung einer solchen Verlängerung ist, dass sich die Vertragslaufzeit des Folgevertrags unmittelbar an die Laufzeit des zu verlängernden Vertrags anschließt, die Verlängerung noch vor Ablauf der Vertragslaufzeit des zu verlängernden Vertrags vereinbart wird und nur die Vertragsdauer unter Beibehaltung der übrigen Vertragsbedingungen geändert wird. Wird die Verlängerung erst nach Ablauf der Vertragslaufzeit rückwirkend vereinbart, handelt es sich um den Neuabschluss eines befristeten Arbeitsvertrags, dessen Befristung ohne Sachgrund unzulässig ist.

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Befristung, Individualarbeitsrecht

2 Antworten zu “Befristeter Arbeitsvertrag und seine Verlängerung

  1. Simone Buck

    Ist es zulässig nach der Kündigungsfrist bis zur Verhandlung weiter zu arbeiten ?

    • Sehr geehrte Frau Buck,
      wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt wurde, endet es zunächst mit Ablauf der Kündigungsfrist. Im Rahmen einer erhobenen Kündigungsschutzklage wird sodann über die Rechtmäßigkeit der Kündigung entschieden, so dass bis zu diesem Zeitpunkt eine Weiterarbeit rechtlich nur unter engen Voraussetzungen vom Arbeitnehmer „durchgesetzt“ werden kann, so z.B. bei ordnungsgemäßem Widerspruch des Betriebsrats. in diesem Fall folgt der Weiterbeschäftigungsanspruch aus § 102 Abs. 5 BetrVG.

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