Altersbenachteiligung, Verstoß gegen § 1 AGG


Eine weniger günstige Behandlung wegen des Alters im Sinne des AGG liegt bereits dann vor, wenn Anknüpfungspunkt oder Motivation der Benachteiligung das Alter ist. Es ist ausreichend, dass das Alter Teil eines Zusammenschlusses mehrerer Motive ist, der die Entscheidung beeinflusst hat; es kommt hierbei nicht auf ein schuldhaftes Verhalten oder eine Benachteiligungsabsicht an. Hinsichtlich der Kausalität bedient der Beschäftigte die ihm obliegende Darlegungslast in ausreichendem Maße, wenn er Indizien vorträgt, die seine Benachteiligung wegen eines in § 1 AGG genannten Merkmals vermuten lassen. Dabei muss aus den Tatsachen wiederum aus objektiver Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf geschlossen werden können, dass die Benachteiligung wegen dieses Merkmals erfolgt ist.

Urteil des ArbG Köln vom 23.01.2013, 3 Ca 3734/12

 

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Eingeordnet unter AGG, Individualarbeitsrecht

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