Rechtsirrtümer: Krank und gekündigt – das geht doch nicht


Viele Arbeitnehmer, die während sie krank geschrieben sind, eine schriftliche Kündigung erhalten, sind der Auffassung, dass dies unzulässig sei.
Dieser Rechtsirrtum rührt aus einer Zeit, als das BAG noch die Auffassung vertrat, dass Krankheit kein Kündigungsgrund ist.

Zwischenzeitlich ist das BAG von dieser Rechtsauffassung jedoch abgerückt. Heutzutage gilt die Krankheit auch als Kündigungsgrund.

 

Demnach ist die Krankheit also kein Kündigungsschutz.
Wer also – während er krank ist – eine schriftliche Kündigung erhält, ist gleichwohl verpflichtet, innerhalb von 3 Wochen fristwahrend Kündigungsschutzklage einzureichen, da anderenfalls – nach Ablauf der 3-Wochenfrist – das KSchG fingiert, dass auch eine rechtsunwirksame Kündigung wirksam ist.

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Eingeordnet unter Individualarbeitsrecht, Kündigung, Kündigungsschutz, Krankheit, Rechtsirrtümer

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